Zecken in den Niederlanden: Borreliose, FSME & Schutz für Touristen

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Zecken stellen in den Niederlanden das relevanteste gesundheitliche Risiko durch Tiere dar. Anders als Schlangen oder Spinnen kommen sie häufig vor und können Krankheiten übertragen. Für Reisende ist das Risiko gut beherrschbar, wenn man weiß, wo Zecken auftreten, wie man sich schützt und was im Ernstfall zu tun ist.

Eine typische Zecke in den Niederlanden
Zecke

Dieser Artikel erklärt nüchtern, wie verbreitet Zecken in den Niederlanden sind, welche Krankheiten relevant sind, ob FSME ein Thema ist und wie Touristen ihr Risiko deutlich senken können.

Gibt es viele Zecken in den Niederlanden?

Ja. Zecken sind in den Niederlanden weit verbreitet und kommen in Wäldern, Parks, Dünen, Gärten und hohem Gras vor. Auch stadtnahes Grün kann betroffen sein. Das bedeutet nicht, dass jeder Aufenthalt automatisch gefährlich ist, aber Aufmerksamkeit ist sinnvoll.

Wann ist Zeckensaison?

Zecken sind vor allem von Frühling bis Herbst aktiv, mit einem Höhepunkt in den warmen Monaten. An milden Tagen können sie jedoch auch außerhalb der klassischen Saison aktiv sein.

  • Hauptsaison: April bis Oktober
  • erhöhte Aktivität bei Wärme und Feuchtigkeit

Borreliose in den Niederlanden

Borreliose ist die wichtigste durch Zecken übertragene Krankheit in den Niederlanden. Nicht jede Zecke trägt die Erreger, und nicht jeder Stich führt zu einer Infektion. Wird Borreliose früh erkannt, ist sie gut behandelbar.

Typische Warnzeichen können eine sich ausbreitende Hautrötung, grippeähnliche Symptome oder Gelenkbeschwerden sein. Bei entsprechenden Anzeichen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

FSME: spielt das eine Rolle?

FSME ist in den Niederlanden deutlich seltener als in klassischen Risikogebieten Mitteleuropas. Das Risiko gilt als niedrig, vereinzelt wurden jedoch Fälle gemeldet. Für die meisten Touristen ist FSME kein zentrales Thema, besonders bei kurzen Aufenthalten. Dies kann sich aber ändern, Stand der Infos 2025.

Wo ist das Risiko besonders hoch?

Ein erhöhtes Zeckenrisiko besteht vor allem in:

  • Wäldern und Waldlichtungen
  • Dünen- und Heidegebieten
  • Parks mit hohem Gras
  • ländlichen Regionen

In Städten wie Amsterdam sind Zecken vor allem in größeren Grünanlagen relevant.

Wie können sich Touristen schützen?

Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren. Vollständiger Schutz ist nicht nötig, aber Vorsicht ist sinnvoll.

  • geschlossene Schuhe und lange Kleidung im Grünen
  • helle Kleidung, um Zecken schneller zu sehen
  • Zeckenschutzmittel bei längeren Aufenthalten in der Natur
  • Körper nach Spaziergängen absuchen

Was tun nach einem Zeckenstich?

Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie möglichst früh und vollständig entfernt werden. Anschließend ist es sinnvoll, die Einstichstelle zu beobachten.

  • Zecke mit geeigneter Pinzette entfernen
  • Einstichstelle desinfizieren
  • Datum notieren und Haut beobachten

Bei auffälligen Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Zecken bei Kindern

Kinder sind nicht stärker gefährdet als Erwachsene, sollten jedoch besonders sorgfältig kontrolliert werden, da Zecken gerne an Kopf, Nacken oder hinter den Ohren zustechen.

Zecken im Vergleich zu anderen Tieren

Im Gegensatz zu Spinnen oder Schlangen stellen Zecken ein realeres Risiko dar, da sie häufiger vorkommen. Eine Gesamteinordnung findest du hier:
Gefährliche Tiere in den Niederlanden

Zecken & Naturerlebnisse

Wer die Natur erkundet, kann das Risiko gut managen, besonders bei geführten Touren, bei denen Routen und Pausen geplant sind.

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Fazit

Zecken sind in den Niederlanden verbreitet und stellen das relevanteste tierische Gesundheitsrisiko dar. Mit einfacher Vorsorge, regelmäßiger Kontrolle und Aufmerksamkeit lässt sich das Risiko jedoch stark reduzieren. Für Touristen besteht bei umsichtigem Verhalten kein Grund zur Sorge.

Haftungsausschluss

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Risiken und Empfehlungen können sich ändern.